Den Digitalpakt und die Grundgesetzänderung muss Niedersachsen jetzt für die Bildung nutzen

Northeim.

Die Chancen, die sich jetzt durch den Digitalpakt und durch die Änderung des Grundgesetzes bieten, muss das Land Niedersachsen jetzt nutzen. Dazu hat kürzlich die Fraktion der Freien Demokraten im Landtag einen Entschließungsantrag eingebracht. „Die Grundgesetzänderung wird es ermöglichen, in die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und in digitale Lernmittel zu investieren“, so die Sprecherin für Bildungspolitik der FDP im Landkreis, Dr. Marion Villmar-Doebeling.

„Leider greift der am 5.4.2019 in Niedersachsen in Kraft getretene Digitalpakt das  nicht auf. Wir brauchen für Niedersachsen einen Digitalpakt 2.0, der das digitale Lernen in den Schulen langfristig ermöglicht und nicht nur die Erstanschaffungskosten deckt. Das Land muss die Schulen  kontinuierlich  dabei unterstützen, eigene Nutzungskonzepte zu entwickeln sowie die Integration digitaler Medien in den Unterrichtsalltag zügig umsetzen. Weiterbildungen für Lehrkräfte müssen regelmäßig und passgenau angeboten werden“, so die Bildungsexpertin des Kreisverbandes Northeim. Auf jeden Fall dürfe dabei aus Sicht der Freien Demokraten die Vermittlung der Grundfertigkeiten  des Lesens, Schreibens und Rechnens nicht in den Hintergrund treten. Digitale Lernangebote seien vielmehr sinnvoll in den Bildungsprozess  zu integrieren.

Durch die Zustimmung des Bundesrates zum Einigungsvorschlag des Vermittlungsausschusses in Bezug auf die Grundgesetzänderung wurden die Möglichkeiten des Bundes für Finanzhilfen zwecks Investitionen in die kommunale Bildungsinfrastruktur erheblich erweitert. Aus Sicht der Freien Demokraten müssen diese Spielräume unverzüglich genutzt werden, um neben der Anschaffung von digitalen Lernmitteln auch deren langfristige Administration und Wartung sicherzustellen.