Landtagsabgeordneter Christian Grascha im Gespräch mit Einzelhändlern vor Ort

Einbeck.

Der Lockdown und seine Auswirkungen und die damit verbundenen Wünsche an die Politik, war Thema einer Sommertour der besonderen Art des Landtagsabgeordneten Christian Grascha (FDP) aus Einbeck.

In einem Rundgang durch die Einbecker Innenstadt suchte Grascha das Gespräch mit verschiedensten Geschäften und Akteuren in Einbeck. Ihm war es wichtig persönlich zu erfahren, wie haben die Geschäfte den Lockdown überstanden. Was hat sich verändert, wie sind die Aussichten und was sind die Forderungen an die Politik!

Inhaber und Geschäftsführer freuten sich über das offene Ohr des Landtagsabgeordneten. Je nach Branche gab es verschiedenste Erfahrungen und Reaktionen mit dem Lockdown. So wurde teilweise das bestehende Onlineangebot intensiviert und durch einen persönlichen Lieferservice vor Ort unterstützt, andere Geschäfte wiederum bauten das Online-Geschäft gerade erst auf. Die Kombination Online und Handel vor Ort wird sich wohl auch in der Zukunft durchsetzen.

Viele Händler berichten davon, dass die Stammkundschaft ihnen die Treue halte und so konnten Umsätze stabilisiert werden. „Die familiengeführten Geschäfte zeichnen sich durch hohe Beratungsqualität aus. Das trägt zur Kundenbindung bei. Davon profitiert auch unsere Innenstadt“, so Grascha.

Zahlreiche Forderungen an die lokale Politik gab es. Allen lag es daran, dass die Politik die Geschäfte und den Handel in der Innenstadt stärkt und wertschätzt. Verschönerung sei wichtig, aber auch innenstadtnaher Parkraum müsse erhalten bleiben ansonsten würden viele Kunden wegbleiben. Die Innenstadt dürfe nicht „veröden“ und die Einzelhändler in Kombination mit den Cafés und Gaststätten sind das was Einbeck ausmacht. Der Tourismus ist und bleibt eine wichtige Säule und müsse gestärkt werden. Denn die Touristen bringen Kaufkraft. Hier sei es wichtig, dass die Innenstadt sauber und ansprechend ist.

Ob die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen das richtige Instrument ist, sei zweifelhaft. Die Eigentümer der Fachwerkbauten unterliegen bei der Erhaltung und Renovierung ihrer Häuser zahlreichen Auflagen. Die Fachwerkbauten wiederum prägen das Bild von Einbeck. Hier sei es wichtig, dass diese Häuser gepflegt und verschönert werden. Straßenausbaubeiträge belasten zusätzlich, so Grascha.

Die FDP setze sich für eine landesweite Abschaffung der ungerechten Ausbaubeiträge ein. Einzelne Kommunen auch in Südniedersachsen haben diese schon abgeschafft.

„Mir war es wichtig, im persönlichen Gespräch herauszufinden was sind die Probleme und die Forderungen. Ich habe viele Hinweise für die landespolitische Arbeit erhalten, aber auch für die Gestaltung der kommunalpolitischen Arbeit der Freien Demokraten vor Ort“, so Grascha abschließend.